Irgendwann kam vor der Challenge Roth 2003 die Idee in meinem Verein, dem ASV Duisburg auf, mit möglichst vielen Teilnehmern an dieser Langdistanz teilzunehmen.

Für diejenigen, die sich diese Distanz alleine nicht zutrauen würden, gäbe es schließlich die Möglichkeit nur eine Teildisziplin in einer Staffel zu absolvieren. 

Schließlich gingen 4 Staffeln und 14 Solo-Teilnehmer an den Start.

Bei den Staffeln waren dabei auch Nur-Radfahrer und Nur-Läufer auf ihren Spezialdisziplinen unterwegs und die Schwimmdistanz wurde von Mitgliedern absolviert, die sich im nassen Element recht wohl fühlten.

Sensationell gewannen dann unsere Damen die Deutsche Triathlonmannschaftmeisterschaft. Dazu trugen Stefanie Glasenapp (später Stefanie Loeb), Petra Kroon (später Petra Krallmann-Brüll) und Nicole Kons bei. Sie belegten die Gesamtplätze 4, 9 und 31 bei den Damen, wobei Steffi mit 9:58,54 Std. die begehrte 10-Stunden-Schallmauer unterbieten konnte.

Ich selber erreichte nach 13:12,12 Std. das Ziel und ließ nur noch wenige Starter hinter mir. Darunter waren 2 Vereinskameraden - Norbert Iseke und Volker Koopmann. Volker absolvierte in seinem 65. Lebensjahr nicht nur seine erste Langdistanz, sondern tat das auch nur 11 Tage nach einem Radunfall. Bei einer Radausfahrt brach ihm eine Pedale ab, er stürzte dadurch und neben ein paar Prellungen und Hautabschürfungen brach er sich eine Rippe.

Nach Bekanntwerden seines Unfalls und der Folgen glaubte kaum noch jemand daran, dass Volker in Roth starten würde. Nicht aber Volker: Er startete trotzdem und erreichte nach 13:22,20 Std. das Ziel und somit nur 10 Minuten nach mir. Vor allem bei seiner stärksten Disziplin, dem Radfahren, behinderte ihn seine Verletzung, so dass ich wohl zum einzigen Mal in einem gemeinsam absolvierten Triathlon ich eine bessere Splitzeit bike als Volker mit 6:14,35 Std. erzielen konnte. Das ist im übrigen meine bis heute gültige Bestzeit im Radabschnitt bei einem Langdistanztriathlon. Volker hatte 6:26 Std. gebraucht und nahm mir beim Laufen sogar noch 10 Minuten ab. Hut ab vor dieser Leistung meines besten Freundes beim ASV Duisburg.