In der letzten Maiwoche hatte ich Urlaub und verbrachte diesen in Sachsen. Zum Abschluß suchte ich mir den Wettkampf in Markkleeberg bei Leipzig aus, um am Cosbudener Seeschwimmen teilzunehmen.

Dort wurde als längste Strecke 2.000 m angeboten. Da dies mir eigentlich etwas zu kurz ist, habe ich auch noch an den 1.000m teilgenommen. Beide Strecken fielen wohl ein wenig zu lang aus, so dass die insgesamt recht bescheidenen Zeiten sprechen. Ich benötigte zunächst für die 1.000m die Zeit von 23:52 min. und danach für die 2.000m 50:56 min.

Der Start erfolgte von einem Steg des Yachthafens aus jeweils zu einer Wendeboje und dann dann er Startstelle vorbei in den Yachthafen, wo man am Ziel über eine ins Wasser gestellte Parkbank ins Trockene stieg, wo dann die Zeitnahme erfolgte.

Bei beiden Schwimmen konnte ich nur wenige Schwimmer hinter mir lassen. Im der Gesamtwertung belegte ich über 1.000m Platz 67 von 85 Teilnehmern und über 2.000m Platz 39 von 42 Teilnehmern.

Danach trat ich die Heimreise an, um am nächsten Tag beim Swim & Run Cologne über die 12km-Strecke im Langstreckenschwimmen zu starten.

In den vergangenen Jahren hatte ich aufgrund fehlendem Trainingsumfangs jeweils die Stracke nicht beenden können.

Nch den vielen Kilometern bei den 24-Stunden-Schwimmen war ich der Hoffnung nun diese Strecke vollenden zu können.

Wie immer mußte man die Regattastrecke des Fühlinger Sees einen Kilometer hoch schwimmen, dort um eine Wendeboje und wieder zurück. Damit war eine Runde 2 km lang, die eben für die 12 km 6 mal zu absolvieren war.

Überraschenderweise gab es an der Wende keine Verpflegungsstelle sondern nur im Zielbereich.

Noch mehr überraschte mich bei der Wende, dass man weit über die 750m-Markierung der Ruderstrecke hinaus schwimmen sollte, da sich dort esrt die Wendeboje  befand. Ich war aber nicht mehr ganz sicher, ob wir vor der 1.750m-Marke gestartet waren oder dahinter. Bei der Rückkehr zum Startbereich stellte ich fest, daß wir weit hinter der 1.750m-Markierung gestartet waren und damit klar, daß die Strecke wesentlich länger gewesen sein muß. Dies habe ich dann auch lautstark an der Verpflegungsstelle kundgetan und dabei die Vermutung geäußert, daß die Wendeboje sich losgerissen hat und weggetrieben ist.

Bei der folgenden und auch allen weiteren Runden durften wir an der 1.000m-Marke wenden, was uns durch Zurufen klargemacht wurde.

Dadurch war aber nicht klar, ob wir letztendlich 12 km oder was auch immer geschwommen sind. Erstaunlich ist dann bei Ergebnis gewesen:

Nein, nicht daß ich bei einem Wettbewerb mal wieder Letzter geworden war ( Platz 25 von 25 ), sondern meine Zeit von 4:45,06 Std.

Diese Streckenlänge wird nicht so oft angeboten. So habe ich diese Strecke nur einmal außerhalb von Köln in New York (Little Red Lighthouse Swim) absolviert, wo aber mit Strömung geschwommen wurde.

In Köln habe ich 2011 die Strecke in 4:45,06, also genau der gleichen Zeit wie diesmal und 2012 in 4:45,41, also gerade einmal 35 Sekunden langsamer als diesmal, geschwommen.

Am darauffolgendem Wochenende begab ich mich nach Heddesheim, um an den Bad.-Württ.-Freiwassermeisterschaften teilzunehmen.

Am Samstag, 08.06.2019 stand die 5.000m-Strecke an. Dazu mußte ein Viereckskurs vier Mal umschwommen werden. Bereits nach kurzem Schwimmen konnte ich erkennen, daß ich mal wieder keinen anderen Schwimmer hinter mir hatte - aber das ist ja nicht außergewöhnlich. Als ich gerade die erste Runde absolviert hatte, wurde ich allerdings schon vom ersten Schwimmer überrundet und beim Erreichen der Wendeboje am Ende der 2. Runde schwamm der erste Teilnehmer ins Ziel !

Am Ende erreichte ich das Ziel, wo mich ein Kampfrichter mit den Worten begrüßte "Das Limit haben Sie leicht überschritten, aber wir nehmen Sie nicht aus der wertung".

Ich hatte 2:02,30 Std. benötigt und somit 8 Minuten nach dem vorletztem Schwimmer aus dem Wasser gekommen.

Am Tag darauf standen die 2.500m auf dem Plan, wozu logischerweise 2 Runden zu Schwimmen waren. Ich hatte mir die Strecke vom Ufer aus noch einmal genau angesehen und beschlossen, beim Schwimmen von der Startboje zur ersten Wendeboje nicht so sehr am Ufer entlangzuschwimmen, da das wohl ein Umweg ist. Nach einer halben Runde an der 2. Orientierungsboje konnte ich feststellen, daß noch ein Schwimmer hinter mir war. Diesen Platz wollte ich nun verteidigen und so schwamm ich "um mein Leben". Ergebnis: Ich benötigte 53:60 min. und ließ den Schwimmer rund eine Minute hinter mir. 

War die Zeit nur der Panik des Überholtwerdens oder / und der besseren Wegeführung geschuldet ?

Beide Male war nur ein anderer Sportler in meiner Altersklasse anwesend, so daß ich 2 mal Bad.-Württ. Vizemeister im Freiwasserschwimmen geworden bin.

Da der folgende Tag, Montag, 10.06. ein Feiertag war, fuhr ich weiter ins Saarland, um in Losheim am 10-km-Wettkampf teilzunehmen.

Nachdem in Heddesheim die Wassertemperatur schon recht angenehm war, wurde uns in Losheim bei der Besprechung mitgeteilt, daß die Wassertemperatur auf 18 Grad gefallen ist.

Im Vorfeld hatte ich angefragt, daß ich evtl. das Limit von 4 Stunden nicht einhalten könnte, worauf man mir aber mitteilte, daß man bisher noch jeden Schwimmer zu Ende schwimmen gelassen hat, sofern kein Gewitter aufkommen würde oder beim Schwimmer die totale Erschöpfung erkennbar sein würde.

Um trotzdem möglichst unter dem Limit zu bleiben, hatte ich mich entschlossen, mit Neoprenanzug zu schwimmen, was jetzt bei der Wassertemperatur auch eine kluge Entscheidung sein sollte.

Erstaunlicherweise hatte ich das Ziel dann in 3:45,59 Std. erreicht - mal wieder als Letzter des Feldes - das war aber gerade einmal 7 Teilnehmer insgesamt stark.

Kurz vor Beenden meiner 5. von 8 Runden, die man schwimmen mußte, überholte ich einen Schwimmer, der sich als Schwimmer der mit uns gleichzeitig gestarteten 5km-Schwimmer herausstellte, der sich somit auf seiner 4. Runde und somit kurz vor dem Ziel befand.

Somit hatte ich wohl Premiere, in dem ich mal einen Schwimmer überrundet habe, auch wenn es nicht im gleichen Wettkampf war.