Zum Jahresende reiste ich nach Marokko, um an einer Schwimmserie namens Marocco Swim Trek teilzunehmen. Diese Veranstaltung fand zum dritten Mal statt und so trafen sich 120 Schwimmer, um an 4 Tagen an jedem Tag an einem Schwimmwettkampf teilzunehmen.

Insgesamt waren 30 km zu schwimmen, wobei man vom Startpunkt am ersten Tag 6,5 km bis zu einem kleinen Sandstrand hinter einer Insel zu schwimmen. Von dort wurden wir mit Booten wieder zum Startpunkt zurückgebracht.

Am zweiten Tag wurden wir mit Booten zum gleichen Sandstrand gebracht, an dem am Vortag das Schwimmziel war. Von dort schwamm man dann 8,5 km bis zum einem Strand, der bereits zur Sahara gehörte, wo in einem großen Beduinenzelt auch übernachtet wurde.

Am nächsten Tag gab es zunächst einen Strandspaziergang von etwa 2 km, um zum Startpunkt der längsten Etappe über 10 km zu kommen. Am Schwimmziel befand sich die nächste Unterkunft und am letzten und vierten Schwimmtag mußten nur noch 5 km zum Startpunkt des ersten Tags zurückgeschwommen werden.

Somit hatte man mit den 30 km Gesamtschwimmstrecke eine sehr große Runde in 4 Etappen geschwommen.

Gewinnerin aller Einzelschwimmen und somit auch Gesamtsiegerin wurde eine Italienerin, die sonst regelmäßig bei den 10km-Schwimmweltcups teilnimmt.

Ich selber hatte mich von vornherein entschieden, den letzten Tag nicht mitzumachen, um Gelegenheit zu haben, das Zwischenlandungsziel Casablanca zu besuchen, um nicht nur im Wasser gewesen zu sein, sondern auch noch etwas vom Land gesehen zu haben.

Somit absolvierte ich nur die ersten 3 Schwimmen, wobei ich mich über die 6,5 und 8,5 km der beiden ersten Tage bereits quälen mußte, um das Ziel zu erreichen, was mir auch innerhalb der Limitzeiten gelang und auch noch ein paar andere Schwimmer hinter mir das Ziel erreichten.

Am dritten Tag entschied ich mich nach etwa 3,5 km, das Rennen aufzugeben, da der Wind und somit die Wellen ständig einem entgegenkamen. Auch das Wissen, dass sich im Wesentlichen die Schwimmrichtung bis zum Ziel nicht mehr ändern würde, bestärkte meine Entscheidung. Aufgrund der Tatsache, dass es auf dieser Etappe eine Ausfallquote von ca. 20 % gab, zeigt die schweren Bedingungen an diesem 3. Tag.

Insgesamt eine tolle Veranstaltung. Beim Schwimmen wurden alle 500 m Orientierungsbojen gesetzt, an denen sich Kajakfahrer befanden, bei denen man jederzeit Wasser bekommen konnte. Am ersten und letzten Tag war jeweils eine Verpflegungsstation eingerichtet, auf den beiden längsten Distanzen 2 Verpflegungsstationen.

Untergebracht war man an den beiden ersten Tagen entweder in einem Zelt oder gegen Aufpreis in kleinen Bungalows. So teilte ich mir mein Bungalow mit 2 Schweizer Teilnehmern.

In der Sahara gab es nur Zelte - obwohl in diesem einem Zelt also über 100 Personen übernachteten, habe ich dort sehr gut geschlafen - ob es nur die Erschöpfung der beiden ersten Schwimmtage war ?

An meinem letzten Tag waren alle Teilnehmer in Bungalows untergebracht.

Um zu dieser Veranstaltung zu kommen, mußte man nach Dakhla fliegen, das so weit südlich in Marokko lag, dass es auf dem Landkarte meines Reiseführers "Marokko" schon garnicht mehr dargestellt war. Zu Anfang meines Flugs von Casablanca nach Dakhla wurde "1.200 km to Destination" angezeigt,

Fazit: Nicht ganz billig, aber jeder Freiwasserschwimmer sollte das einmal erlebt haben und: "Die Europäer haben die Uhren, wir die Zeit". Man brauchte nicht glauben, wenn auf dem Programm "Schwimmstart 10 Uhr" stand, dass dann um 10 Uhr gestartet wurde. Das Briefing, also die Wettkampfbesprechung fiel am Vortag auch schon mal aus und wurde durch eine zweiminütige Ansprache kurz vor dem Start ersetzt. Das Essen gab es auch schon mal eine Stunde vor dem Zeitplan und und und........

unser Bungalow an den ersten beiden Tagen

In diesem Gebäude gab es was zu futtern 

Schlangestehen bei der Anmeldung - die Startzeit lt. Programm war schon einmal paar Minuten zuvor !!!

Es wurde einiges zu unserer Sicherheit gemacht

unser Zielort nach dem 3. Schwimmen - die Sahara

Aufenthalts- und Speisezelt

Von hier wurden wir mit Wasser und Strom versorgt

Zielort nach dem 3. Schwimmen