Als diesjähriges Highlight hatte ich mir ein Schwimmen in England ausgesucht, bei dem in einem alten Hafenbecken Londons ein Wettbewerb über 5 + 10 km angeboten wird.

Beim Dock2Dock sind entweder eine Runde, also 5 km oder eben zwei Runden = 10 km absolviert werden.

Bei vom Veranstalter angegebenen 18,5 C° Wassertemperatur hatte ich mich entschieden, im Neoprenanzug zzu schwimmen. Nur sehr wenige andere Schwimmen nutzten keinen Neoprenanzug. Beide Wettbewerbe wurden gleichzeitig gestartet, aber an den unterschiedlichen Badekappenfarben (grün = 10 km, gelb = 5 km) gut erkennbar.

Außerdem war vorgeschrieben, ein Tow Float mitzunehmen. Das ist im etwa ein aufblasbarer Ballon in Neonfarben, auf dem man sich im Notfall auch drauflegen kann, ohne unterzugehen.

Diese hatte ich schon letztes Jahr bei meinem Themseschwimmen nutzen müssen, hatte aber genauso wie dort das Problem, dass ich zu Anfang den Gurt, der um meinen Bauch gespannt war, nicht fest genug gemacht hatte. Gefühlt habe ich 10 mal angehalten, um den Gurt festzuziehen, aber glücklicherweise hielt es dann doch und man merkt dieses Teil fast überhaupt nicht.

Die erste Runde, die im übrigen direkt an der Startbahn des London City Airport vorbeiführte, außerdem unter 2 Brücken hindurch, lief ganz gut. Mit zunehmender Renndistanz wurde es immer schwerer und ich war letztendlich froh, das Ziel erreicht zu haben. Zumindest auf den beiden Rückrunden hatte man teilweise ganz guten Wellengang gegen sich, was ja gerade besonders gut ist, wenn das dann auf den letzten 2,5 km auch so ist, wenn man sowieso mit den Kräften am Ende ist.

Letztendlich benötigte ich für die erste Runde 1:52 Std., für die zweite Runde jedoch 2:16 Std., was in Summe 4:08,29 Std. ergab.

Da ich gerade vor 14 Tagen in Köln ohne Neoprenanzug 4:03,39 Std. benötigt hatte, war ich schon ein wenig enttäuscht, denn die 4-Stunden-Marke wollte ich schon gerne knacken.

Trösten konnte mich nur, dass doch noch einige Schwimmer hinter mir ins Ziel kamen.

Erst ein paar Tage nach dem Wettkampf konnte ich im Internet die Ergebnisliste finden. Danach belegte ich Gesamtplatz 43 von 64 Finishern und außerdem konnte ich feststellen, dass der Sieger 2:46 Std. benötigte. Zum Vergleich: In Köln haben die beiden ersten 2:17,13 Std. benötigt und das ohne Neoprenanzug !!!

Das zeigt mir, dass entweder die Streckenlänge nicht gestimmt hat oder eben die Bedingungen nicht ganz so einfach waren und somit bin ich mit dem Wettkampf doch sehr zufrieden.