Auch in diesem Jahr habe ich wieder an einigen Freiwasserschwimmen teilgenommen.

Bevor in den Monaten September und Oktober die persönlichen Highlights auf mich zukommen, wenn ich an Schwimmen in Slovenien und Italien teilnehmen werde, ein Zwischenbericht von meinen bisherigen Schwimmen in diesem Jahr.

Am 10. Juni nahm ich in Holland am Schwimmen „Oude Ijssel“ teil, bei dem in einem für Holland typischen Kanal über 2,5 km geschwommen wird und ich 53:25 min. benötigt habe, was einem Mittelfeldplatz entsprach.

Ich schwamm dabei im Gegensatz zu vielen meiner Konkurrenten ohne Neoprenanzug.

Knappe 14 Tage später fuhr ich nach Emden zur Norddeutschen Meisterschaft.

Leider hatte sich in den Tagen zuvor eine Kaltwetterfront breit gemacht (ja, die hat es in diesem Jahr tatsächlich gegeben ), so dass das Wasser in dem See immer kälter wurde.

So durfte man auch bei dieser Meisterschaft Neoprenanzüge tragen, da das Wasser unter 20 °C, aber offiziell noch über 18 °C „warm“ war.

Ich selber habe am Ufer eine Temperatur des Wassers von 16,7 °C ermittelt, so dass ich mich entschied, im Neoprenanzug zu starten.

Beim Eintauchen ins Wasser mußte ich feststellen, dass ich eine gute Wahl getroffen hatte im Gegensatz vor allem zu vielen jungen Schwimmern, die nur in Badehosen im Wasser waren.

Da es die Regelung mit erlaubten Neoprenanzügen erst seit kurzem gibt und „echte Freiwasserschwimmer“ dies prinzipiell auch ablehnen, besitzen wohl viele gar keinen Neoprenanzug – ich bekam mit, dass ein paar wohl sogar kurzfristig bei Kollegen einen geliehen hatten.

Was soll man sagen: Ich habe dann beim Schwimmen mehrmals Schwimmer gesehen, die sich an Begleitbooten festhielten, weil sie aufgegeben hatten und darauf warteten, dass die DLRG sie aufnahm und ans Ufer brachte.

Rund ein Viertel aller Teilnehmer haben aufgegeben, was ich so noch nie irgendwo erlebt habe !

Ich selber konnte das Rennen „dank Neoprenanzug“ beenden und benötigte für die 2,5 km 50:54 min und wurde als 2. meiner Altersklasse geehrt.

Am 28.07.2018 nahm ich die lange Reise nach Erfurt auf mich, um am dortigen Langstreckenschwimmen teilzunehmen.

Diesmal hatte ich mich gegen die 5 km-Strecke entschieden, da ich mich noch nicht so gut in Form fühlte. Dafür trat ich zunächst über einen Kilometer an, den ich in 25:36 min. absolvierte, um nach etwa einer halben Stunde Pause auch am 2 km-Schwimmen teilzunehmen, für die ich 53:59 min. benötigte.

Damit erzielte ich jeweils den 3. Platz in meiner Altersklasse.

Am 11. August 2018 ging es nach Bad Zwischenahn, wo ich am „Queer durchs Meer“ teilnahm, wobei man mit einem Fahrgastschiff auf die andere Seite des Zwischenahner Meeres gebracht wird, um von dort die 3,2 km zurückzuschwimmen.

Hier war ich wieder ohne Neoprenanzug unterwegs, während etwa 2/3 trotz der angenehmen Wassertemperaturen dem Neoprenanzug den Vorzug gaben.

Bei der Besprechung vor der Überfahrt auf die andere Seite sprach man von einem leichten Wind, der einem vor allem im Mittelteil begleiten würde.

Auf der anderen Seite angekommen, blies einem ein schon recht heftiger Wind aus Richtung Ziel entgegen, so dass man es beim Schwimmen mit hohen Wellen zu tun hatte.

Ich benötigte für die 3,2 km eine Zeit von 1;18,30 Std.

Am 19. August war die Anreise endlich mal etwas kürzer. Das Ziel war der Unterbacher See in Düsseldorf, wo ich an der längsten Strecke über 3,3 km teilnahm.

Einige Tage vor der Veranstaltung bekam ich eine Mail des Veranstalters, dass der Nordstrand des Unterbacher Sees zur Zeit wegen Blaualgen gesperrt sei. Es wäre daher nicht sicher, ob das Schwimmen stattfinden würde.

2 Tage vor der Veranstaltung kam dann die Mail mit der Nachricht, dass die Behörden nach den letzten Wasserproben das ok zum Schwimmen gegeben haben.

Bei der Wettkampfbesprechung wurde dann darauf hingewiesen, dass man die letzten Tage mehrmals mit einem „Rasenmäherboot“ die Strecke abgefahren hätte und daher wir mit dem ein oder anderen Ast rechnen müßten, die da rumschwimmen würden. Das stellte sich beim Schwimmen so heraus, dass man froh war, wenn man mal etwa 1 Minute lang nicht in einen Ast, irgendwelches Gestrüpp oder ähnliches gefaßt hat oder man es an seinem Körper gespürt hat, denn ich habe dieses Schwimmen wieder im Gegensatz zum Großteil meiner Konkurrenten ohne Neoprenanzug gemacht.

Für die 3,3 km benötigte ich 1:09,40 min.

Am letzten August-Wochenende stand dann die Mittelrheinmeisterschaft auf meinem Programm, wo ich mich für insgesamt 5 Schwimmen an den beiden Tagen entschieden hatte.

Fortsetzung folgt