Seit 2012 bietet die Organisation World of Wonders (WOW) registrierte Schwimmen im Bodensee an, wobei es eine Distanz über ca. 64 km der gesamten Seelänge, eine Dreiländerquerung, wobei ca. 38 km zurückgelegt werden müssen.

Die kürzeste Distanz, die angeboten wird, ist die Bodenseequerung, wobei die ca.12 km entweder von Romanshorn ( Schweiz ) nach Friedrichshafen ( Deutschland ) geschwommen werden oder die umgekehrte Richtung je nach Windrichtung.

Nachdem Harald Weyh 2 Tage auf seinen Start warten musste, weil die Wetterprognosen ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten ( wobei sich der 2. Tag im Nachhinein als optimal schwimmbar herausgestellt hat ), entschied er am Freitag, 12.08.2016 das Schwimmen zu wagen. Die Wetterprognose war als nicht optimal eingeschätzt worden, wobei gegen Mittag das Wetter besser werden sollte. Daher wurde entschieden, den ursprüngliche Startzeitpunkt von 10 Uhr auf ca. 12 Uhr zu verlegen.

Mit dem Beiboot wurde Harald Weyh zusammen mit seinem Betreuer Volker Koopmann nach Romanshorn gebracht. Dort hatte Harald ins Wasser zu springen, da das Beiboot nicht bis ans Ufer fahren kann und sich auf eine Treppe zu begeben, um von dort zu starten.

Nach der vereinbarten Zeit von einer Stunde gab Volker das Zeichen zur Verpflegungsaufnahme. Schon hier bemerkte ich, dass ich leicht vom Boot Richtung Romanshorn zurückgedrückt wurde, was die Verpflegungsaufnahme erheblich erschwerte.

Auch die Frage nach der geschwommenen Distanz befriedigte mit der Antwort von 2,5 km nicht wirklich. Bei der 3. Verpflegungsaufnahme bekam ich die Info, dass ich 6,6 km geschwommen bin, womit feststand, dass ich wohl über 5 Stunden brauchen werde.

Die beiden Türme der Kirche von Friedrichshafen kamen irgendwie nicht näher und dazu hatte ich den Eindruck, dass wir etwas zu weit nach links schwimmen würden.

Beim nächsten Stopp bekam ich die Info, dass jetzt Südwind sei und wir nun anders schwimmen müssten. Kurzfristig wurde dann der Punkt am Ufer von Friedrichshafen, zu dem Schwimmen muß, um erfolgreich zu finishen, geändert.

Nach 5:05 Std. hatte ich dann das Ziel erreicht und als 22. Schwimmer seit 2012 diese Herausforderung ohne Neoprenanzug gemeistert. Dazu kommen noch 7 Schwimmer, die das mit Neoprenanzug gemacht haben.

Die Wassertemperatur betrug durchschnittlch 20 °C.

Fazit: Der Tag vorher und die Tage nach meinem Schwimmen wären auf jeden Fall besser zum Schwimmen gewesen. Ich hatte eben mit relativ viel Wind und damit Wellen zurechtzukommen und die letzten 2 Stunden hatte der Wind gedreht und machte mir das Schwimmen doch schwerer als notwendig.

Start in Romanshorn / CH

Verpflegungsstop, im Boot Volker Koopmann

Beim Schwimmen, auch hier mit Nasenklammer

nächster Verpflegungsstop

nach der erfolgreichen Bodenseebreitenquerung: von links: Reinhold Wentsch (Skipper), Oliver Halder (Observer), Volker Koopmann (Betreuer), Toni Gilbert (Observer) und Harald Weyh (Schwimmer)

vorgeschrieben bei allen Bodenseeschwimmen unter der Obhut von bodenseequerung.de - die Badekappe