Beim diesjährigen Wakenitzman ging Harald Weyh an den Einzelstart, um die Wakenitz von Rothenhusen bis Lübeck in der Länge von 14 km zu durchschwimmen.

Die Veranstaltung wird nach seiner Einschätzung zu Recht „durch den Amazonas des Nordens“ genannt, denn zumindest die ersten Kilometer schlängelt sich das Flüsschen durch einen regelrechten Dschungel. Auch die mehrfach auftretenden Seerosenfelder verstärkten den Eindruck.

Später wird der Fluß breiter und manchmal sind es dann auch regelrechte Seen.

Nachdem bei der Wettkampfbesprechung gesagt wurde, dass man bei dem entgegenkommenden Ausflugsdampfer rechts vorbeischwimmen soll, war ich doch etwas erstaunt, als mir meine Begleitpaddler (jeder Schwimmer hatte zur Absicherung und auch zur Verpflegungsaufnahme ein Kanu zur Seite) zuriefen, dass ich links am Schiff vorbeischwimmen soll. Auch den weiteren Zuruf „Rechts ist ein Schwan“ nahm ich nicht so recht wahr.

Nachdem das Schiff vorbei war, begab ich mich wieder etwas mehr zur Flussmitte, um evtl. weiteren Seerosenfeldern aus dem Weg zu gehen.

Plötzlich nahm ich etwas auf meinem Rücken wahr – instinktiv fasste ich auf meinen Rücken und da flog ein Schwan über mich weg und landete einige Meter vor mir im Wasser. Sofort kam ein Motorboot herangerast und drängte den Schwan von mir weg. Später berichtete man mir, dass man dieses Motorboot extra wegen des sein Revier verteidigenden Schwan abgestellt hat, damit solch eine Attacke wie auf mich nicht passieren soll.

Nicht auszudenken, was evtl. wenn ich keinen Neoprenanzug angehabt hätte.

Ich benötigte für die 14 km 4:48,55 Std. und belegte den 28. Platz von 33 Einzelstartern.

 

Harald rechts vorne im Gespräch mit seinen Begleitpaddlern

Harald bei der Siegerehrung