Leider viel zu selten findet ein 24-Stunden-Schwimmen in meiner Heimatstadt Oberhausen statt. Am 26. und 27.11.2011 war dazu einmal die Gelegenheit. Im 25m-Sportbecken des Aquapark konnte ich meinen persönlichen Rekord auf 38,5 km steigern und damit mit großem Vorsprung den Pokal "für die weiteste Strecke" gewinnen. Der nächstbeste männliche Teilnehmer erreichte 30 km und der Sieg im weiblichen Bereich ging in 26,1 km weg.

 

Nach 2008, als das neue Hallenbad in der Innenstadt von Oberhausen eröffnet wurde (25-Stunden-Schwimmen wegen Veranstaltung am Datum des Wechsels von Winter- auf Sommerzeit) wurde in Oberhausen wieder ein 24-Stunden.Schwimmen durchgeführt.

Die Veranstaltung fand im ebenfalls erst vor kurzem gebauten und eröffneten „Aquapark“ am CentrO Oberhausen im dortigen Sportbecken durchgeführt.

Das Sportbecken ist zu normalen Öffnungszeiten nur morgens zur Frühschwimmerzeit und am Wochenende für die Öffentlichkeit geöffnet, ansonsten nur den Vereinen und Schulen vorbehalten.

In den sechs 25-m-Bahnen wurde von Anfang an eine konsequente Trennung nach schnellen und langsamen Schwimmern durchgeführt.

Selbst Schwimmer, die wohl am Tisch, wo die Einteilung der Bahnen vorgenommen wurde, „schnelle Schwimmer“ angegeben hatten, wurden nach kurzer Zeit in die richtige Bahn umgesetzt, wenn sie nicht ein angemessenes Tempo schwammen.

Neben den üblichen Bahnenzählern gab es sogar Wenderichter und eine Beckenaufsicht.

Nach Lösung der Tageskarte für 8,50 € (Erwachsene) konnte man die gesamte Veranstaltungsdauer jederzeit das Bad verlassen und wiederkommen und auch den restlichen Bereich des Erlebnisbades (außer Nachtstunden) betreten und nutzen.

Nervig war etwas die Lautstärke in der Halle, als ab 22 Uhr das Disco-Schwimmen begann.

Man hatte ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten, von dem ich aber leider wenig mitbekam, da ich fast ständig im Wasser war bzw. Pause zum Essen und Trinken und Toilettengang machte.

Nachdem ich 3 Wochen vorher in Marl 38 km erreicht hatte, und ich beabsichtigte nach dem Start um 12 Uhr gegen 18 Uhr das Schwimmbad zu verlassen, um mir die Oberhausener Basketballdamen anzusehen und somit etwa 3 Stunden nicht schwimmen würde, war mein Ziel etwa 20 bis 25 km zu schwimmen.

Auch die Nacht wollte ich nicht wieder durchschwimmen.

Nachdem ich bis 18 Uhr, also nach 6 Stunden 12 km erzielt hatte, verließ ich das Bad.

Das Basketballspiel war äußerst spannend und nach starker Verteidigungsleistung konnte Oberhausen den Tabellenzweiten mit 65:56 schlagen. Die Pause hatte sich wirklich gelohnt – hätte mich geärgert, das Spiel nicht gesehen zu haben.

Um 21 Uhr war ich wieder in der Halle und schwamm weiter.

Schließlich rollte es recht gut, so dass ich entschied, die Nacht doch durchzuschwimmen.

Um 7 Uhr in der Frühe hatte ich die 30 km erreicht und nun lag meine persönliche Bestmarke von 38 km in Reichweite.

Die erreichte ich dann und konnte diese auf 38,5 km steigern.

Um 11.45 Uhr beendete ich das Schwimmen und ging zum Duschen.

Zum Ergebnis: Am Start war auch die Dänin Grith Sigsgaard, die in Amsterdam lebt und zu Anfang des Jahres 100 km beim 48-Stunden-Schwimmen in Spremberg erzilete.

Nach 6 Stunden hatte sie 22 km auf ihrem Konto, war aber danach kaum noch in der Schwimmhalle zu sehen.

Schlussendlich berichtete man mir, dass sie 4 volle Wertungskarten a 8 km hatte und einiges auf der 5. Karte. Diese Karten hat sie aber weggeschmissen, weil sie nicht in die Wertung kommen wollte.

Somit erzielte ich, Harad Weyh mit 38,5 km die längste Strecke vor Dominik Kösters, 30 km und Peer-Olof Müller, 29,45 km.

Bei den Damen siegte Christa Berning, 26,1 km vor Katharina Wennemar, 22 km und Anette Meier-Ebert mit 21,5 km.

Die Ergebnisliste stand noch am gleichen Tag im Internet.

Die Siegerehrung findet erst am 14. Dezember 2011 im Aquapark statt.

Siegerehrung zum 24-Stunden-Schwimmen in Oberhausen:

Ich erhielt einige Tage vorher die Einladung in die Verwaltung des Aquaparks.

Wo ist die Verwaltung ? Da auf dem Einladungsbriefbogen aber zwei Adressen zu finden waren (Einmal die, wo das Schwimmbad ist, wo das Schwimmen stattfand und einmal die Adresse der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH, die das Schwimmbad betreibt in dem anderen Ortsteil in Sterkrade), schrieb ich eine Mail, wo die Verwaltung sei.

Als Antwort erhielt ich die Info, dass ich mich beim Kassenpersonal melden solle, die mir dann den Weg erklären würden. Na ja, also wohl im Schwimmbad.

Etwa eine Stunde vorher war ich dort, fragte die Kassiererin, die dann auch sagte „Ja, hier nur die Türe rein – in die 1. Etage und dort können sie das gar nicht verfehlen“.

Da ja noch reichlich Zeit war, schlenderte ich noch über den Weihnachtsmarkt am Centro und kam so zurück, dass ich um 5 Minuten vor der Einladungszeit am betreffenden Raum eintraf.

Dort hörte man aber schon jemanden, der sich bei allen möglichen Leuten bedankte, also bereits begonnen hatte.

Im Raum befind sich ein großer Tisch mit etwa 20 Stühlen drumherum, die alle besetzt waren und auch dahinter die ganzen Wände entlang standen etliche Leute.

Ich fand gerade noch einen Platz hinter der Tür.

3 Minuten nach mir kam noch jemand, der gleich als Fachschaftsleiter Schwimmen vorgestellt wurde.

Bei allen geehrten Kategorien, vor allem bei den Wertungen „Beste Schule“, „bester Verein“ usw. kamen immer so 5 Leute nach vorne, um den Pokal entgegenzunehmen.

Auch die „jüngsten Teilnehmer“ hatten offensichtlich nicht nur die Eltern, sondern die ganze Verwandtschaft mitgebracht.

Ich erhielt einen recht schönen Pokal für „die längste Strecke eines männlichen Teilnehmers“ und ein Handtuch, auf dem groß „PSV Oberhausen“ aufgedruckt war.