Eine neue Veranstaltungsform hat nun auch in unserer Nähe stattgefunden – das 100 x 100m-Schwimmen, also insgesamt 10 km.

Dazu wurden bei der Veranstaltung in Ratingen verschiedene Tempovorgaben angeboten – als langsamste Variante 2:30 min. für 100m, die so zahlreich angenommen wurde, dass man 2 Bahnen mit dieser Zeitvorgabe bestückte, wobei pro Bahn 10 Schwimmer eingeteilt wurden.

Die restlichen 3 Bahnen wurden mit den Zeitvorgaben 2:15 min. / 100 m, 2:00 min. und 1:45 min. bestückt, wobei lt. Wettkampfbesprechung bei der schnellsten Bahn noch 3 Schwimmer zur Maximalbesetzung fehlten.

Als bekannt langsamer Schwimmer (warum würde meine Homepage sonst

Extremlangsamschwimmer.de heißen ?) hatte ich die Variante 2:30 min. / 100 m gewählt.

Bei uns auf der Bahn waren von Anfang an nur 9 Schwimmer und vor allen Schwimmerinnen angetreten.

Uns wurde erklärt, dass wir uns auf den ersten 100m finden sollten und ab der 2. Bahn die ersten 25 mal 100 m in der gleichen Reihenfolge schwimmen müßten.

Nach Absolvieren von 100 m hatten wir zu warten bis der Bahnenzähler oder wie soll man den nennen, der uns den Takt von außen vorgab, uns mit Runterzählen von 5, 4, 3, 2, 1, ab auf die nächsten 100 m schickte.

Ich hatte mich entschieden, ganz am Schluß zu schwimmen. Auf der ersten Bahn schwamm ich hinter einer Frau her, wobei ich aber immer wieder abstoppen mußte, um nicht auf sie draufzuschwimmen.

Daher überholte ich sie und war damit zunächst immer der vorletzte in der Bahn.

Diese Frau kam dann immer wieder kurz davor am Ende der 100 m an, wo bereits kurz danach zum nächsten Start gezählt wurde.

Nach ungefähr 1.000 m gab sie dann auf.

Ich selber hatte immer schon einen ganz guten Rückstand auf die vor mir und nach jeden absolvierten 100 m wartete ich dann geschätzte 10 bis 15 Sekunden bevor es wieder losging.

Nach jeweils 25 absolvierten 100m gab es eine 5minütige Pause.

Das dann wieder losschwimmen war dann gar nicht mal so einfach.

Überraschenderweise verließ dann bei ca. 3,5 km der Schwimmer unsere Bahn, der die ersten 2,5 km vorgeschwommen war und meiner Ansicht nach ein ganz schön hohes Tempo vorgelegt hatte.

Er lief aber zur Toilette, so dass ich dachte, er möchte da ganz schnell „sein Geschäft“ erledigen und dann ganz schnell hinter uns herschwimmen.

Vom Reglement wäre das möglich gewesen – er hätte nur zum nächsten Start wieder losschwimmbereit sein müssen.

Ich sah ihn dann aber bei der nächsten kurzen Pause am Beckenrand – er war also der 2., der in unserer Bahn aufgab.

Nach der nächsten 5minütigen Pause, nachdem wir 5 km absolviert hatten, fehlte ein weiterer bisheriger Mitschwimmer.

Mir selber fiel das Schwimmen zunehmend schwerer, war dann aber überrascht, dass dann kurz nacheinander weitere Schwimmer ausstiegen.

Schließlich waren nur noch 2 Frauen und ich übriggeblieben und ich wunderte mich, wie die beiden sich immer freuten, wenn unser „Bahnzähler“ wieder einen kompletten Kilometer als absolviert, bekanntgab.

Irgendwann zwischen 8 und 9 km schaffte ich das Tempo kaum noch – die Zeit zum kurzen Verschnaufen wurde immer kleiner.

Dann bekam ich hier und da noch kleine Krämpfe, aber ich kämpfte mich weiter.

Leider bekam ich dann kurz vor der 9.450m-Marke einen heftigeren Krampf und damit war klar, dass ich die Zeit nicht mehr schaffe.

Logisch: So kurz vor dem Ziel aufzugeben, ist natürlich blöd – andererseits war das in diesem Jahr die längste Distanz, die ich geschwommen bin.

Ich analysiere jetzt, was ich vielleicht falsch gemacht habe und man wird mich bei einer solchen Veranstaltung sicher noch einmal sehen – das will ich schließlich auch mal finishen !!!

P.S.: Auf allen anderen Bahnen sind fast alle Starter ins Ziel gekommen – lag es auf unserer Bahn vielleicht daran, dass die ersten 100er jeweils in 1:30 min. geschwommen wurden und deshalb nur 2 Frauen durchgekommen sind ????